Gibeon
Eisenmeteorit, feiner Oktaedrit IVA. [?]
Gefunden 1838 im Großen Namaqualand, Namibia, 25° 30' Süd, 18° Ost.
7,68% Nickel; 1,97ppm. Gallium; 0,111ppm. Germanium; 2,4ppm. Iridium.
1838 berichtet der englische Hauptmann Sir James E. Alexander zum ersten Mal von großen Stücken des Gibeon-Eisens am Ostufer des Great Fish River. Einige kleine Stücke übergab er an Sir John Herschel, den Direktor der Kapsternwarte, der sie als meteorisch erkannte. 1856 wurden am Löwenfluß und 1899 bei Bethanien größere Exemplare gefunden und bald gelangten die Gibeon-Meteorite, oft als "Eisen von Mukerop", in die ganze Welt. Das größte Stück wog ca. 650 Kilogramm. Da Namibia damals deutsche Kolonie war (Deutsch-Südost- Afrika), gelangten viele Stücke nach Deutschland. 1911 wurde der Geologe Dr. Paul Runge damit beauftragt, so viele Stücke wie möglich zu suchen und aufzukaufen. Bis 1913 trug er 37 Stücke mit einem Gesamtgewicht von 12.613 Kilogramm zusammen. Die Exemplare wurden im Public Garden in Windhoek öffentlich ausgestellt. Einige Exemplare sind in der dortigen Fußgängerzone noch immer zu sehen.
Das Gibeon-Streufeld ist mit ca. 390kmx120km wahrscheinlich das größte der Welt. Inzwischen ist es ziemlich abgesucht, mindestens 26 Tonnen wurden gefunden.
| Exemplare | |
| Gewicht [g] | Zustand |
| 400 | Individuum |
| 7,4 | Teilscheibe |
| 9,1 | Individuum |
| 9,8 | Teilscheibe |
