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Meteorite

Hier möchte ich meine exotischste Freizeitbeschäftigung vorstellen, der ich besondere Aufmerksamkeit widme; vielleicht findet sich ja der ein oder andere, der auf diesen Seiten zu einem neuen Hobby kommt. Ihm sei ein Besuch der unter der Rubrik "Links und Interessantes" aufgelisteten Links angeraten. Unter der Rubrik "Sammlung" möchte ich meine eigenen Artefakte vorstellen. Hin und wieder gibt's auch Stücke, die ich zum Tausch anbiete - schauen Sie einfach mal unter der Rubrik "Tausch" nach.

Über die Donnersteine

Einleitung
Kometen, Meteore und Meteorite werden seit jeher als Boten der göttlichen Fügung gedeutet. Der "Stern" von Bethlehem zum Beispiel kündigte den Menschen die Ankunft des Messias an, meist jedoch wurden sie von den Menschen vieler Kulturen als Vorboten göttlicher Strafen gedeutet. So schreibt 1680 Dr. Jacob Ziegler in seinem Buch "Bericht von den natürlichen Ursachen der Cometen oder Sternruthen" beispielsweise in einer Auflistung bekannter Kometensichtungen:
"3617 hat Altkindus ein alter Sterngugger einen Cometen gesehen / gleich einer Posaunen / worauf ein Volkhinraffend Pestilenz erfolget seye. 3781 erschiene ein Comet. Hernach führten die Römer ein schwerer Krieg / wider Antiochum König in Syrien: Und so fortan in altem und neuen Historien / findet man zu lesen / wie meistentheils die Stern-Ruthen / schwere Strafe angedreuet / und nach sich gezogen. Wann die Menschen nicht mit waarer /unverfälschter Buß / in die Hand des Barmherzigen grossen Gottes gefallen sind".

Materia prima und das Alter des Universums
Jedoch gab es Gelehrte wie Galileo Galilei, die unter Anwendung wissenschaftlich-rationaler Betrachtungsweisen der breiten Allgemeinheit die Geschehnisse am damals unnahbaren Firmament ohne die einschüchternde Färbung der Kirche begreiflich machen wollten. Ihr Ziel war hierbei jedoch nicht nur Aufklärung zu bringen, sondern auch den Anfang des Seins zu ergründen, was die Kirche angesichts des drohenden Machtverlustes durch die Infragestellung ihres Dogmas lange Zeit zu unterbinden wusste. Auf dem Weg zur Suche des Beginns des Universums lag die Suche nach der materia prima, der Urmaterie, die von vielen der aufgeklärten Gelehrten zu Recht in den "Donnersteinen" die vom Himmel fielen und in den Kometen die ihre Bahnen über das Firmament zogen, vermutet wurden.
Seit der Erfindung der Radiometrie, der geologischen Zeitmessung mittels Messung radioaktiver Strahlung, weiß man, dass die Meteore, Meteorite und Kometen tatsächlich Überbleibsel der materia prima sind. Mit ihrem radiometrischen Alter von 4,6 Milliarden Jahren steht fest, dass sie genauso alt sind wie die Erde - nur eben, dass sie, im Gegensatz zur Erde, seit dem Anbeginn der Zeit unverändert blieben, von der Verformung durch Kollisionen im All und der durch thermisch-aerodynamische Einwirkung beim Eintritt in die Atmosphäre geschehenen, abgesehen. Es gibt nichts, das älter ist.

Herkunft der Donnersteine
Die meisten der Meteoriten stammen aus unserem Sonnensystem; sie lassen sich in ihrer Herkunft Monden, Planeten, Planetoiden, Appolloniden und den Persaiden zuordnen. Jedoch ist es auch möglich, dass sie quasi als Besucher aus dem tiefen Raum von Kometen abplatzen, die zufällig ihre Bahnen durch unser Sonnensystem ziehen.
Asteroiden, Meteoriten, Meteoriden und Meteore
Asteroiden sind mehrere hundert Meter große Objekte die oftmals in gleichen Bahnen Planeten umkreisen. Meteoriden sind hingegen kleinere Objekte die meist von Kometen oder Asteroiden abgebrochen sind und alleine oder im Schwarm ihre Bahnen durchs All suchen. Treten Meteoriden in die Erdumlaufbahn ein, erzeugen sie dabei Feuerschweife und Kreischgeräusche - diese Meteoriden nennt man Meteorite. Explodieren diese Meteorite noch während ihres Fluges durch die Atmosphäre, nennt man sie Bolide.
Meteoriten unterscheidet man in drei hauptsächliche Gruppen: in Steinmeteorite, Eisenmeteorite und Stein-Eisenmeteorite; diese Gruppen werden auf mehreren hierarchischen Ebenen weiter unterteilt.

weitere Informationen zu den Meteoritentypen

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